Curacao reloaded 12# - Entdeckungsreise auf der Insel

Aktualisiert: 11. Jan.

Aus unserem kleinen Bluetooth Lautsprecher ertönt "das Boot" - der Wind säuselt durch die Palmen und heute bekommst Du einen V-Log mit vielen Videos :) Der Upload hat wohl das ganze Insel-Internet gebraucht, aber nun ist es soweit. Aber ganz von vorne. Ich habe super geschlafen, alle anderen hier in der Anlage nicht. Gegen 3 Uhr nachts ging in einem Appartement der Einbruchsalarm los. Ohrenbetäubende Sirenen schallen durch die Nacht, ich hab das nichtmal mitbekommen, so gut schlafe ich hier. Aber gut, der Alarm ist ja auch für den Einbrecher gedacht und nicht für mich. Somit habe ich kein schlechtes Gewissen, dass meine Nacht erholsam war. Andrea hat es live mitbekommen und war "not very amused" :-) Es war auch gar kein Einbrecher, sondern eine Fehlfunktion der Anlage. Ist klar, weil Einbrecher hier nicht in der Nacht einbrechen. Nur unter Tags. Ist ja auch logisch, drei Gründe nenne ich dafür: in der Nacht braucht man eine Lampe, nach dem Einbrechen muss man im Dunklen nach Hause finden und die meisten hier haben abends ja auch schon was getrunken. Somit hat die Einbrechergewerkschaft beschlossen, nur tagsüber zu arbeiten.

Tipp: wenn Du hier urlaubst, und Angst vor Diebstählen hast: schalte die Alarmanlage nur tagsüber ein, wenn Du nicht im Appartement bist.

Aber nun zu unserem Tag von dem wir euch erzählen wollen. Tauchfrei aber dafür auf Erkundungstour für alle die auch mal herkommen möchten. Vorweg: die Clips sind super kurz gehalten, mehr gibt die Internetleitung nicht her. Es wird nach unserer Rückkehr auch ein ausführliches Video auf unserem youtube channel (tauchshopklagenfurt) geben. Und jetzt - Film ab, Ton einschalten sonst ist es nur halb so cool :-)


So startet unser Tag - friedlich und freundlich ohne Hintergrundmusik:

Nachdem wir unseren Cash gut aufgebraucht haben, bleiben wir beim unserem Bankomaten in Barber kurz stehen, das Börserl hat ein wenig Hunger.

Kann passieren, gibts ja auch bei uns. Tipp an dieser Stelle: verlass Dich nicht darauf, dass dein Plan A immer funktioniert. Es ist gut einen Plan B zu haben :-) Einen Plan C hätten wir hier noch nicht gebraucht.

Das Frühstück heute wird ein Shake - von der Caribbean Lady am Strassenrand gemixt. Schmeckt wunderbar und stärkt ganz gut. Unser Tag wird noch ein paar Etappen haben, also nichts wie ran an den Saft. Nächster Tipp: die Smoothie & Shake Stände haben ihre eigenen Öffnungszeiten. Also reiner Zufall - einfach auf die "Open" Fahne gucken, sonst weiterfahren.

Unsere erste Station zum Kennenlernen ist Piscadera, dort soll es zwei Top Lokale geben, mit gutem Essen und tollem Ambiente. Eines davon nennt sich "Fischerei" (auf Holländisch ein wenig anders, klingt aber gleich). Das suchen wir mal und finden es auch.

Man kann dort keinen Tisch reservieren, daher muss man immer mit Wartezeiten rechnen, das ist uns aber egal, weil gleich daneben gibt es das "Pirate Bay" was auch super sein soll.

Eines Abends werden wir hier auch in der Schlange stehen und sehen was die Köche dort draufhaben. Bis dahin keine Experimente und selbst gejagte Rotfeuerfische grillen :)

Für heute wird es der Pirate Burger und der ist ganz okay und schmeckt gut, auch preiswert, wenn man von den 15 USD ca. 10 Dollar für die Aussicht rechnet. Hauben würde ich keine vergeben, braucht man auf Curacao aber normalerweise auch nicht :)

Nach dem Lunch entdeckt Andrea komische große gelbe Bojen im Wasser - diese nähern sich dem Steg und es kommen lustige Tauchgeräte zum Vorschein. Für 115 USD kann man mit diesen Dingern einen Tauchgang machen. Ich frage die hübsche, zierliche Insulanerin von der Tauchbasis ein wenig aus wie das so geht, sie weiß was man aus der Glocke heraus sieht, was es kostet, welche Zahlungsmittel akzeptiert werden, wie man in das Ding rein und rauskommt - selber war sie aber noch nie tauchen. Na klar, arbeitet ja erst seit einem Monat in der Firma. Das kommt noch, versichert sie ganz stolz. Auf die Frage ob sie mit mir ein Selfie machen möchte - vor einem "Tauchglockenfahrrad mit E-Antrieb" zuckt sie schüchtern zurück, schade, wäre ein liebes Bild geworden.

Sieht lustig aus - ich frage dann noch zwei Passagiere wie ihre "Tauchfahrt" war und die waren ganz begeistert. Na schön, für 115 USD mach ich 4-5 coole Tauchgänge :) Aber mal ausprobieren schließe ich nicht aus. Das ist ganz sicher ein Tipp für nicht tauchende Begleitung wenn Du auf der Insel bist!

Nun kommen wir zur nächsten Station. Ein Vergnügungs- und Einkaufszentrum namens Sabil. Die City Arkaden von Curacao sozusagen. Wir parken, kaum Autos da, kaum Menschen da. Aber ein riesiges Gebäude. Drinnen findest Du alles. Von Jump-Park bis Kinderspielplatz, ein Kino und viele Geschäfte. Aber keine Leute. Ist halt ein Einkaufszentrum wie man es auf der ganzen Welt findet, ohne Specials und vielleicht für einen Regentag (haha) geeignet.

Wir spazieren durch, sind nach ner halben Stunde wieder zurück - aber auch hier haben wir einen Tipp für Curacao Besucher. Das "Carre Four" (vergleichbar mit einem Interspar bei uns) ist eine Empfehlung wert, wenn Du fürs Appartement einkaufen willst. Super sortiert und preislich manchmal günstiger als der Central Supermarkt - vor allem bei Fleisch und Getränken. Zum Kühlschrank vollmachen sicher eine gute Wahl. Klamotten kaufen geht auch, war aber nichts besonderes dabei. Für Andrea haben wir bei Claire's ein paar Haargummis gekauft - ihre waren vom Tauchen schon mehr als fertig :-)

Weiter geht unsere Fahrt nach Willemstad, dort interessiert uns vor allem wie die Stadt nun nach einem Jahr aussieht und mit weniger Corona-Wahnsinn. Wir erwarten Menschenmengen, aber die gibt es nicht. Es sind zwar Leute unterwegs, aber trotzdem ist alles überschaubar und gemütlich. Kurz vor der Queen Elizabeth Bridge (das ist die, die zur Seite wegklappt), sehe ich einen Koloss der alle Häuser überragt. Er liegt am Mega Pier wo wir letztes Jahr zur Superior Producer, dem coolen Wrack, getaucht sind.

Trotzdem keine Spur von Menschenmassen, wir schlendern über die Brücke und genießen einen frozen Cappucino und Eistee mit dem herrlichen Blick auf die bunten Häuserfronten.

Alles noch da, muss man gesehen haben und wir marschieren durch die alte Befestigungsanlage zurück zum Auto. Als nächstes wollen wir für euch den berühmten Mambo Beach Boulevard erkunden. Davon liest man immer in allen Berichten und ich stelle mir einen herrlichen Strand mit Bars und Musik und karibischem Flair vor. Auf dem Weg dorthin finden wir schon recht große Hotelanlagen und der Parkplatz beim Eingang ist voll voll. Mit unserem Glück finden wir eine Lücke in die unser Truck passt.

Mit kleinem Gepäck (Badehose und Handtuch) sind wir dann mal reinspaziert und ich muss sagen, die Location auf zwei Ebenen mit Bars & Pool sieht genauso aus wie man sich eine Partymeile vorstellt.

In meinem Kopf schwirren Bilder aus Florida, Miami South Beach mit den dortigen Rooftop Parties "adult only" - aber die Realtiät ist doch ein wenig anders. Durch die Maßnahmen hier gibt es aktuell keine Parties, aber in normalen Zeiten dürfte hier die Post abgehen. Schicki und ein wenig teuer, aber sicher cool. Wers mag. Aufgewacht bin ich dann mit Kindergeschrei, saufenden Touri-Gruppen unter den hunderten Leuten und einem "künstlich/natürlichem Schwimmbad ohne Fische und Korallen". Guckst du:

Auch hier ein Tipp: wenn Du nicht gerade in einer Friends-Truppe vielleicht auf nem Junggesellenabschied oder in Dekadent-Party-Laune unterwegs bist - und das auch nicht unter Tags, sondern Freitag oder Samstag Nachts, dann kann man sich die Fahrt dahin auch gut sparen. Unfassbar eigentlich, dass man auf die Idee kommt, einen "Beach" abgetrennt vom Meer zu machen - wenn die Natur das Schönste was man sich vorstellen kann, bietet.

Langsam wird unser Entdecker Tag dunkel und wir düsen über den Ring und die Juliana-Bridge wieder zurück in Richtung Westen. Es war ein richtig cooler Tag, viel gesehen und auch hoffentlich für euch, die ihr mal herkommen wollt, ein paar Infos und Tipps gesammelt. Ein wenig müde landen wir wieder bei Don Genaro, die Fahrt von Mambo Beach Blvd. bis Barber dauert eine knappe Stunde - man merkt, dass hier wieder Leben und damit auch Verkehr ist. Bei einem Kartoffelsalat und den gestern erlegten Lionfish plaudern wir über die heutigen Erlebnisse. Ton einschalten fürs nächste Video - brutzeln die Kerle nicht herrlich? :-)

Danke fürs Lesen - und wenn es Dir gefällt, dann check ein bei unserer Tour im Winter hierher. Wir wissen schon recht viel von der Insel und freuen uns mit euch gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen!


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