Curacao - Tag achtzehn

Aktualisiert: Feb 28

Hey Leute, unser letzter voller Tag auf der Insel ist angebrochen. Bevor wir unseren Abschlusstauchgang machen können wartet noch der PCR Test auf uns. Nach der unkomplizierten und einfachen Anmeldung erscheinen wir pünktlich wie die Uhr zum Abstrich. Wir haben unseren Reisepass dabei, natürlich die Kreditkarte und den QR Code den wir nach der Anmeldung per Mail bekommen haben. Letzteres interessiert dort niemand, stattdessen machen sie eine Kopie vom Reisepass und bitten uns, unsere Flugnummer, Flugdatum und Zielflughafen sowie die Emailadresse auf die Kopie zu schreiben. Mir schwant Böses. Danach der Test, super professionell mit doppelter Sicherheitsabfrage ob ich wohl die Person bin zu der das Stäbchen gehört und tupf Rachen, tupf Nase, fertig. Raus aus dem Laden und auf dem Rückweg ins Appartement klingelt schon die Bestätigungsmail auf dem Handy von Andrea. Unterwegs fotografierte ich noch meine Lieblings-Bushaltestelle auf Curcao. Den Service sollten sich die Stadtwerke mal ansehen:

Bei mir kommt keine PCR Test Mail an und es ist mir schon klar, dass die Ladies dort meine handgeschriebene Emailadresse wohl nicht kapiert haben. Mir egal (*grinst zu Brisi*), wir gehen jetzt tauchen. Und zwar zu einem der coolsten Tauchplätze auf der Insel - Car Wrecks. Das sind alte Ami-Autos die wahrscheinlich seit den 50er Jahren dort unten liegen. Niemand weiß warum, wieso und woher die kamen. Ich habe echt recherchiert, aber ohne Ergebnis. Es gibt Vermutungen, dass die bei Nacht und Nebel auf die Insel geschmuggelt werden sollten und im Sturm ist das Ponton auf dem die Autos geparkt waren einfach gekippt. Blöderweise hat es das Schlepperschiff auch gleich mit runtergezogen. Wir flosseln an der Oberfläche ausgehend von Kokomo Beach ca. 10 Minuten bis zum Abtauchpunkt und lassen uns in die Tiefe gleiten. Schon von der Riffkante bei ca. 20 Meter erblicken wir die ersten Wracks, sogar Chrom blitzt noch stellenweise raus. Wie Du gleich auf den Fotos sehen wirst, liegt der Großteil ordentlich tiefer, die Farben sprechen eine eindeutige Sprache. Perfekt vorbereitet durch unserer bisherigen Tauchgänge, deren Partialdrücke an die Grenzwerte herangehen genießen wir die unwirkliche Szenerie. Da mein Kameragehäuse nicht für diesen Druck ausgelegt ist, sind es auch nicht viele Bilder geworden. Der Platz ruft nach Wiederholung. Mit XR Ausrüstung und vielleicht einem besseren Kameragehäuse.

Trotz der etwas größeren Tiefe tauchen wir entspannt bis zum Kokomo Beach zurück und treffen noch einen fotogenen Kofferfisch. Auch schwarze Korallen zieren den Weg, das Seepferdchen finden wir leider nicht. Mit schulmäßigem Restdruck steigen wir aus dem Wasser und verabschieden uns von diesem wunderschönen Platz. Auf der Rückfahrt gibt es dann einen Smoothie für Andrea und uns erwartet die nun notwendige Equipment Pflege.

Den letzten Abend lassen wir im Landhuis Klein Santa Marta ausklingen und ziehen uns vom Karotten-Sellerie-Süppchen, Amuse-Gueule, über Carpaccios vom Rind und Tuna alles was schmeckt rein, dazu natürlich karibische Cocktails und genießen die traumhafte Location zum vorläufig letzten Mal.

Der Rückweg führt uns durch ein Straßenfest auf Curacao, im kleinen Ort Soto. Wenn wir nicht einen Termin hätten, wären wir stehengeblieben und hätten mitgefeiert, die positive Lebensenergie hier steckt so richtig an! Alle sind freundlich, gerne zeigt man was man so hat - vor allem Bikes sind hoch im Kurs und es wird einfach das Leben genossen.

Am Abend haben wir unsere Vermieter noch auf ein Gläschen zu uns auf die Terrasse eingeladen, besprechen so Einiges um für euch eine traumhafte Tour anbieten zu können und bleiben dann noch bei leicht säuselndem warmen Wind und Kerzenschein sitzen - die Katze ist natürlich dabei. Hier ein paar Bilder von „Adi“, jeden Abend hat er meine Blog-Schreiberei überwacht:

Ich habe noch immer kein Testergebnis, macht nix, morgen ist auch noch ein Tag. Wir sind gespannt wie die Rückreise ob der dauernd wechselnden Anforderungen läuft, aber wie sagt man so schön: wird schon passen :-)

Bis bald, wir haben noch gut 19 Stunden im Paradies und werden euch direkt berichten, wie es läuft. Eines ist klar: die Aufwände zu reisen sind super überschaubar und gar nicht so kompliziert. Unsere Erfahrungen sorgen dafür, dass wir mit euch bald eine richtig geile Zeit hier verbringen werden! Keep on rockin'

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