Curacao - Tag sechzehn

Mehr als zwei Wochen hat es gedauert, bis wir den ersten Regentag hier erleben. Schon in der Nacht hat sich die Luft anders angefühlt als sonst. Es wird vermutet, dass nördlich der ABC Inseln ein Hurricane vorbeizieht. Der gestrige Abend im großen Palappa ist uns noch in schöner Erinnerung und als wir aufwachen schüttet es wie aus Eimern. Der Regen ist nicht kalt. Er ist lauwarm. Die Luft ist auch nicht kalt. Die Wolkendecke sitzt tief und wir gehen davon aus, dass es ein spezieller "Chillout-Day" wird. Das wichtigste sind mal die Ohren meines Buddies - gewissenhaft setzen wir die Medizin ein und es wird besser. Wie schön auch, dass es in unserem Appartement eine Bücherecke gibt und Andrea findet einen spannenden Krimi zum Lesen. Ich spüre wie langsam das Jagdfieber wiederkommt und das trifft sich gut. Einfach ruhig rumliegen kann ich einfach nicht. Außerdem habe ich den deutschen Gästen versprochen, ein paar Rotfeuerfische zu bringen, im Gegenzug haben sie uns in ihr Haus zum Grillen eingeladen. Eine kurze Regenpause gibt mir die Chance mein Equipment auf den Pickup zu verfrachten und über holprige und großteils überflutete Straßen ziele ich auf einen verlassenen Strand bei Santa Marta.

Mein Instinkt war völlig richtig. Zur Sicherheit und um mein Versprechen halten zu können, habe ich zwei Tanks mit. Es sollte sich herausstellen, dass einer völlig ausreichen würde. Gut vorbereitet habe ich natürlich meine Tauchlampe mit und da es durchgehend regnet und bewölkt ist, tummeln sich die "Lionfish" fröhlich außerhalb ihrer Verstecke. Perfektes Jagdwetter - gleich nach dem Abtauchen geht es los. Die rechnen nicht damit, dass ein verrückter Österreicher bei diesen Bedingungen auf die Jagd geht. Mehr als 1,5m Welle und Regen. Nach nicht einmal 50 Minuten ist mein Köcher voll. Und was für Brummer. Schau mal diese Ausbeute und ein typisches "Jagd-Tauchprofil" an:

Am Rückweg zum Appartement schafft der Scheibenwischer seine Aufgabe nur mit Mühe. Perfekt passend zum Einparken hört der Regen auf und ich bringe die Fische zum Putzen in unsere super coole Außenküche. Alle Appartements hier haben so eine geniale Außenküche auf der Terrasse.

Nachdem ich das erledigt habe, kommt Andrea zum Zug. Herrlich entspannt nach einem Tag mit Buch und ohne weitere Termine, legt sie los. Ich könnte das hier beschreiben, einfacher geht es mit einem kleinen Video zur Grillvorbereitung.

Danach spazieren wir zum "Tiki Balu" Haus wo wir für den Abend eingeladen sind. Gestern hast Du ja schon Videos von diesem coolen Haus gesehen. Michael hat den Grill schon zum Glühen gebracht und da passiert es wieder. Vor lauter grillen, essen, plaudern und ein wenig trinken vergessen wir auf Fotos. In letzter Sekunde fällt es mir ein und wir schaffen noch ein letztes "Abschiedsbild" eines großen Fisches, bevor die Hauskatzen über den Rest herfallen.

Auch wenn es heute den ganzen Tag schlechtes Wetter gab, war es ein cooler Tag an den wir uns gerne zurückerinnern. Für morgen hoffen wir dass das Ohr von Andrea gesundet, wir planen einen Tauchgang an einem der berühmtesten Wracks in der Karibik. Und zwar an der "Superior Producer" welche direkt am "Megapier" von Willemstad 1977 gesunken ist. Mit beiden Daumen gedrückt schlafen wir vollgegessen und glücklich ein.

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