Die Garmin Luftintegration

Aktualisiert: Feb 28

Frisch eingetroffen und sofort ausgepackt. Der Descent T1 Transmitter für die Garmin Descent MK2i wurde lange erwartet und es wurde viel spekuliert. Kollegen von uns haben bereits einen Test veröffentlicht, bei dem es um die Übertragungsreichweite unter Wasser geht. Diese liegt bei knapp 10 Meter und ermöglicht so tatsächlich das Überwachen des Gasvorrates vom Buddy. Bis zu 5 Transmitter kann man an eine Descent MK2i koppeln. Schöne Sache. Aber wie sieht das nun in der Praxis aus? Ich öffne die edle Verpackung und da liegt der Transmitter ganz unspektakulär - aber sehr schön! Mitgeliefert wird für beide Installationsarten das benötigte Zubehör. Also direkt an die erste Stufe oder alternativ mit einem HD-Schlauch (dieser ist natürlich nicht dabei). Das Koppeln funktioniert auf Anhieb und dank der Klartext-Anzeigen der Descent MK2i auch super einfach.

Nach dem Aufdrehen der Flasche dauert es ein paar Sekunden bis die Verbindung da ist, und schon kann man in 2 der 4 Ansichten Details zum Atemgasvorrat sehen. Da wir gerade etwas kühleres Wasser haben, schneiden wir ein Loch in das Eis vom Längsee und probieren die Luftintegration gleich aus. Deutlich ablesbar finden wir den verbleibenden Flaschendruck im oberen Drittel der Anzeige im normalen Tauchmodus.

Die Descent MK2i bietet einige Einstellmöglichkeiten mit denen man die Anzeige selbst anpassen kann. So kann ich zum Beispiel auswählen ob ich am 4. Tauchdisplay lieber das aktuelle AMV, die druckbasierte Surface Air Consumption oder die volumenbasierte Surface Air Consumption angezeigt bekommen möchte. Außerdem kann man 2 der 5 möglichen Sender für die permanente Anzeige im Display 1 auswählen. Einen akustischen, optischen Alarm mit oder ohne Vibration für den möglichen Senderausfall kann man auch einstellen, ich habe es aber nicht geschafft einen Senderausfall hinzukriegen. Da muss ich wohl warten bis die Batterie mal ausgeht.

Sehr schön ist die Möglichkeit, pro Sender den Reservedruck für die Warnung einzustellen und auch pro Sender das Volumen der Tauchflasche. Das Vergeben von echten Namen für jeden Sender macht die Sache dann perfekt - sofern man das Kleingeld hat mehrere Sender in der Tauchgruppe zu verwenden.

Eine Sache hat mich aber verwundert und ich habe ein Support Ticket bei Garmin eröffnet. Weder in der Garmin Connect App noch in der webbasierten Connect Oberfläche findet man die Daten der Luftintegration wieder. Es gibt zwar den schönen Graphen für den Luftverbrauch, diesen kann man wie gewohnt mit verschiedenen anderen Daten (hier z.B. mit der Tiefe) überlagern. Aber die Statistiken, die perfekt in Echtzeit am Tauchcomputer angezeigt werden, tauchen hier nicht auf. Ich hoffe auf ein baldiges Update der Apps!

Zusammengefasst ist der Descent T1 ein unkompliziertes und tatsächlich ausgereiftes Produkt. Funktioniert tadellos und durch die sonarbasierte Übertragung der Druckdaten unter Wasser bietet dieser Transmitter wohl die größte Reichweite aller kabellosen Drucksensoren. Ich tauche nicht mehr ohne diesen komfortablen Begleiter!

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